ALLES LÜGE – ILLUSION – TÄUSCHUNG?

wenn ich zufällig oder bewusst in den spiegel meines hotelzimmers sah – in Münster – und erschrak über den anblick meiner unbewussten mimik, lernte ich, dergleichen mit selfies wegzuwischen. lernte selbst dann zu lächeln, wenn mir jedes gefühl abhanden kam. mimik lässt sich trainieren, üben, üben, üben. dem „bedingten reflex“ ( Pawlow ) nicht unähnlich, lernt das hirn zu lächeln.

ob´s bei mir am gendefekt liegt, an AD[H]S, an asperger-merkmalen? oder für andere kaum nachvollziehbar, an der prägenden phase einer problematischen kindheit, fehlender familiärer orientierung, seelisch, mental, emotional? mit diesem gepäck musste ich selbst herausfinden, wer ich bin? im sozialen brennpunkt und in der volksschule lernte ich früh, gewalt ist nicht lustig, doch zurückzuschlagen kam für mich nicht infrage. so verloren besonders die größten irgendwann das interesse, es war langweilig, mich zu quälen, denn ich ertrug eine menge, da ich mich emotional einfach ausblenden konnte. in den 50er jahren der volksschule gab es 3 jahrgänge in einer klasse ( leider jungs und mädels getrennt ). lehrer und pfaffen durften noch ungestraft die prügelstrafe praktizieren. das bildungssystem kam übers kleine einmaleins und lesen und schreiben nicht hinaus – es entsprach den anforderungen des arbeitsmarkts.
soziales lernen hatten kinder unter sich auszumachen, doch nicht immer war der stärkere auch der böse, sondern die angepassten wixer folgten ihren eigenen minderwertigkeitskomplexen und da war ich denen ein dorn im auge ( bis zur 7. klasse war das so ). ich lernte früh, mein anderssein mit verstand zu verteidigen. war keine heulsuse, konnte jeden anflug von aggression schon spüren, bevor es dazu kam. trotz der sozialen probleme hatte ich früh ein unerschütterliches selbst, das bewusstsein kam erst später hinzu. es war keine glückliche kindheit, dafür jedoch mit sehr viel freiheit verbunden, allein aus dem grund, zuhause gab es armut, hunger, und ich musste beim bäcker um brot betteln. war mir sehr unangenehm, doch meinem wesen entsprechend, eine bessere voraussetzung, selbst denken zu lernen, das manko in tagträumen zu kompensieren.

https://wegewitz.wordpress.com/2018/03/28/gegenwart/

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18 Gedanken zu “ALLES LÜGE – ILLUSION – TÄUSCHUNG?

  1. Vieles kommt mir bekannt vor. Essen hatten wir immer, weiss jedoch auch nicht genau wie Mama das immer gemacht hat mit dem Geld, das Papa bereits ausgegeben hatte. Ich war lange hilflos und es hat ewig gedauert bis ich endlich ausgereift war.

    Heute gelte ich als aufgestellte Strahlefrau – weil ich mich dafür entschieden habe. Es ist einfacher und man muss eh durchs Leben, wenn man sich nicht umbringen möchte, warum sollte man dabei auch noch verbittert aussehen?

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    1. gute einstellung. ich sagte es bereits, bist stark und vor allem dir auch der steine, die im weg liegen können, sehr bewusst. ich lobe dich nicht wie man – „lobet den herrn…“ singt in der kirche, der katholen… ☻

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      1. oh ja die steine, die sehe ich – mittlerweile sind sie nicht mehr so viele und so gross – und versuche, sie halbwegs elegant zu umrunde – so fern man bei einem bewegungslegastheniker wie mir von elegant sprechen kann.
        das lob nehme ich gerne an – natürlich ohne die katholen *kicher*

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  2. das haltbarkeitsdatum glücklicher augenblicke ist noch nicht infrage gestellt, sobald ich dazu beiträge in einem blog veröffentliche. 2 schöne tage in Münster und 2 tage ostsee im rausch der sinne werden mir unvergessen bleiben, egal was mich im gegenwärtigen zustand umtreibt, mich zögern lässt, fotos auszuwählen. in beiträgen zur ostsee konnte ich spontan solche wählen, die meinem gefühl entsprachen, wie ich den strandspaziergang erlebte: eine frau sprach mich drauf an: „sie sehen so glücklich aus“ – dieses unmittelbare feedback, auch im nonverbalen, kann es in wordpress nicht geben. entschied mich für einige selfies und der damit einhergehenden selbst-fremd-wahrnehmung – einst und jetzt.

    wann fange ich an, mich selbst zu belügen und der illusion zu folgen, alles sei nur eine frage der anpassung an vorgegebene regeln der kommunikation, die ich, als freund der metasprache, nicht hinterfragen dürfe?

    in wirklichkeit gilt weniger die frage des bewusstseins, ob kritisch, euphorisch, gelangweilt – im prozess dechronologisierter wahrnehmung – „alles geschah in einem und eines in allem“.

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  3. Das mit dem Sich-Orientieren und auf sich selbst gestellt sein, kenne ich auch. War in der Kindheit auch immer alleine, erfuhr zwar keine physische Gewalt, jedoch hat meine Psyche nach Jahrzehnten nun noch damit zu kämpfen. Und ich bin auf dem besten Weg dazu 🙂 auch wenn die Aufarbeitung der Kindheit und infolge dessen, meine Partnerschaften, welche alles andere als harmonisch waren, nicht wirklich leicht ist. Denke jedoch, dass sich jeder Mensch selbst finden muss- und vielleicht ist die Selbstfindung bei Kindern, welche es nicht ganz so leicht hatten, wie die Norm, vielleicht ein wenig früher erfolgt, da sie rascher Prioritäten setzen können..vielleicht, die Ausnahme diesbezüglich schreibt gerade diesen Kommi 😉 Glg Herta

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    1. danke Herta,
      freu mich, wenn jemand sich traut, persönlich zu kommunizieren.
      bei mir tun das immerhin zwei, so dass auch smalltalk persönlicher, offener sein kann. wohl kein zufall, beide weiblich, wie überhaupt das weibliche in meinen 2 blogs in der mehrzahl ist.
      wünsch dir noch zwei schöne ostertage.

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      1. Weiss nun nicht, ob sich Frauen leichter austauschen, hm, obwohl, in der Norm schon – aber Ausnahmen bestätigen ja immer die Regel Glg Herta

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        1. ob sich Frauen leichter austauschen?
          briefmarken, sammelbilder, defekte teile eines apparats oder unfähige mitarbeiter können ausgetauscht werden. bei unfähigen politikern/innen ist das leider nicht so einfach.

          deinem „hm“ entnehme ich, dass du kurz, sehr kurz, nachgedacht hast, vor dem senden.

          daß frauen lieber miteinander reden als männer ist eine tatsache – die in wordpress nicht zu hören, nur zu lesen ist.
          obwohl ein mann, ist mein bedürfnis, miteinander zu reden, sehr groß ( ausnahme von der norm, nicht der regel ).

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            1. Nun, bin mir nun nicht ganz sicher, ob du mich verstehst 😉 manchmal antworte ich in Romanlänge, manchmal nur mit einem Smiley, das hat nun nichts mit der Qualität oder der Meinung an sich zu tun. Auch ich schreibe immer meine Meinung, ob der andere Part damit nun einverstanden ist oder nicht. Wären alle derselben Meinung, bräuchte man keinen Blog, es fände auch kein Austausch statt- wozu auch? Mir ist es auch egal, ob ich nun wo anecke oder nicht, Kompromisse sind nicht mehr meins.. brauche ich nicht mehr..weder im Freundeskreis, noch in der Familie, im (ehemaligen) Job..oder an traditionellen Feiertagen hehe..Glg Herta

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              1. „bin mir nun nicht ganz sicher, ob du mich verstehst“ nicht ganz…als kuchengrafik sähe das nach ziemlich viel aus. das smiley ohne worte kann als angedeutetes lächeln verstanden werden ( man sieht nur was man kennt, sehen will, zu sehen glaubt ( ist das glas noch halbvoll oder schon halb leer ? )

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                  1. einen schönen ostermontag wünsche ich – bald sieht man bereits im handel die ersten produkte zur einstimmung auf happy XMAS ich glaub ich steh im wald und gleich kommt rotkäppchen, holt aus ihrem korb ne flasche rotwein, die sie der grossmutter bringen sollte, doch sie reicht sie mir und damit ist die fortsetzung erstmal unterbrochen und der böse wolf ist sauer und verzieht sich und wenn sie merken, alles wird gut, ist die geschichte nur noch ein zugeklapptes märchenbuch 🙂 ? wie bitte? ach so ja, alles nur virtuell, tasächlich ist es jetzt, auch vorbei, das leben lässt sich nicht wie ne eieruhr beliebig umdrehen…

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  4. und dieser text ist nur ein überblick, mit dem praktischen Fazit, mit wenig gepäck ist es nicht nur entspannter, sondern mit tablet und handy knipse ich viel spontaner als mit der nikon samt optiken.

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