FUNDgrube #notizen 2009

Credo, quia absurdum: ich glaube es, gerade weil es wider die Vernunft, übervernünftig ist (TERTULLIAN).
Conditio sine qua non: notwendige, absolute, unerläßliche Bedingung.

Perzeption
„Perzeption“ ( perceptio ) ist eine „Vorstellung mit Bewußtsein“. Die subjektive Perzeption ist „Empfindung“ (sensation, sentiment), die objektive „Erkenntnis“, Vgl. Wahrnehmung. Immanuel KANT. ( notizen 2009 )

Ahnung.
Ahnung ( praesensio ) ist eine Aussicht in die Zukunft, sie „deutet gleichsam einen verborgenen Sinn für das an, was noch nicht gegenwärtig ist.“ Solche Ahnung ist ein Hirngespinst, denn „wie kann man empfinden, was noch nicht ist?“ Ahnungen sind höchstens „Urteile aus dunklen Begriffen“, und „man kann die Begriffe, die dazu führen, entwickeln“, Anthr. 1. T. § 35 (IV 93). Immanuel KANT. ( notizen 2009 )

„Bisher hatte man nur von drei Stufen des Fürwahrhaltens, bis zum Verschwinden desselben in völlige Unwissenheit, gehört: dem Wissen, Glauben und Meinen. Jetzt wird eine neue angebracht, die gar nichts mit der Logik gemein hat, die gar kein Fortschritt des Verstandes, sondern Vorempfindung ( praevisio sensitiva ) dessen sein soll, was gar kein Gegenstand der Sinne ist: d. i. Ahnung des Übersinnlichen.“ „Daß hierin nur ein gewisser mystischer Takt, ein Übersprung ( salto mortale ) von Begriffen zum Undenkbaren, ein Vermögen der Ergreifung dessen, was kein Begriff erreicht, eine Erwartung von Geheimnissen oder vielmehr Hinhaltung mit solchen, eigentlich aber Verstimmung der Köpfe zur Schwärmerei liege, leuchtet von selbst ein. Denn Ahnung ist dunkle Vorerwartung und enthält die Hoffnung eines Aufschlusses, der aber in Aufgaben der Vernunft nur durch Begriffe möglich ist, wenn also jene transzendent sind und zu einer eigenen Erkenntnis des Gegenstandes führen können, notwendig ein Surrogat derselben, übernatürliche Mitteilung (mystische Erleuchtung) verheißen muß; was dann der Tod aller Philosophie ist“, V. e. vorn. Ton (V 4, 11 ff.) Immanuel KANT. ( notizen 2009 )

Der „Widerstreit zwischen dem sinnlichen und denkenden Vermögen“ zeigt an, „daß die Seele die von dem Verstande empfangenen abstrakten Vorstellungen oft nicht in concreto auszuführen und in Anschauungen zu verwandeln vermag“.
Immanuel KANT. ( notizen 2009 )

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