nachtgedanken #02

Denkt da grad‘ mal wieder ein Lebender an dich VINCENT?
Zuviel sei ohne 0hr, zugleich ohne Auge, zu wenig und zuviel im Mund aller !
Seltsame Tage: -*-=+ ? Der Berg ist stumm. Die Maus gebiert.
Doch keinen Krumen mehr fände sie, die Maus, heute bei mir im Schrank.

Ich hörte hin und stand auf.
Der Himmel war gespannt.
Am Schirm klemmte eine Öse,
Während der große Regen kam.
Ein harscher Wind antwortete,
Stänglein und Bäume bogen sich.
Es trieb mich die Ecke herum.
Schöne Schauer des Plötzlichen,
Pfützen versammelten sich blindlings.
Vor einem Kiosk standen Fremde,
Suchten einen Unterschlupf.
Meine Seele begann zu tröpfeln.
In der Nacht wie am Tag: Glieder gestreckt,
Lücken lassen, zwischen Seele und Gebein.
Blicke schweifen lassen – ins Nirgendwo.

Keine Wundertüten horten. Getrost auf alles verzichten.
Keine Schwelle überschreiten.
Die Hände, die Finger, die Haut.
Kein Blick ist länger zu halten – von Angesicht zu Angesicht.
Verstummend. Ob mit oder ohne Worte. 0b mit oder ohne Sinn.
Ob mit oder ohne Ziel. Die Sprache des Bauches: Reflexe.
Die Sprache des Herzens verkümmert.
„Leichtsinn und Tore sind Nachbarn“, weiß das Volk.

ÄSTHETIK DES SCHEITERNS BUCH 1 # 288 seiten fragmente seite 70-71 1991

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