„wo ich nicht bin…“

irrtümlich nahm ich an, der satz: „wo ich nicht bin, da ist das glück“ stamme von Heinrich von Kleist, dessen leben auf der suche nach dem glück scheiterte und im gemeinsamen suizid mit Henriette Vogel endete. „Kleists leben war geprägt vom ruhelosen Streben nach idealem Glück, das sich jedoch immer wieder als trügerisch erwies“. das gedicht „Der Fremdling“, das modifiziert von Schubert vertont wurde, im video gesungen von Fischer-Dieskau, endet mit den worten: „Da, wo du nicht bist, ist das Glück!“

Heinrich von Kleist ( 1777 – 1811 )

Ich wandle still, bin wenig froh,
Und immer fragt der Seufzer: Wo?
Mit Geisterhauch rufts mir zurück:
Da, wo du nicht bist, ist das Glück!

Ich komme vom Gebirge her,
Es dampft das Tal, es braust das Meer.
Ich wandle still, bin wenig froh,
Und immer fragt der Seufzer: Wo?

Die Sonne dünkt mich hier so kalt,
Die Blüte welk, das Leben alt,
Und was sie reden: leerer Schall, –
Ich bin ein Fremdling überall.

Wo bist du, mein geliebtes Land?
Gesucht, geahnt, doch nie gekannt,
Das Land, das Land so hoffnungsgrün,
Das Land, wo meine Rosen blühn.

Wo meine Freunde wandelnd gehn,
Wo meine Toten auferstehn,
Das Land, das meine Sprache spricht,
O Land, wo bist du? . . . .

Werbeanzeigen

2 Gedanken zu “„wo ich nicht bin…“

Kommentar schreiben

Bitte logge dich mit einer dieser Methoden ein, um deinen Kommentar zu veröffentlichen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.